Häusliche Gewalt in der Stadt Hörstel – Sensibilisierung, Information und Beratungüber kommunalpolitische Handlungsmöglichkeiten

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ostholthoff, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, sich in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Familie, Generationen und Soziales in diesem Jahr mit dem Thema „Häusliche Gewalt“ in der Stadt Hörstel zu befassen.

Dazu sollten fachkundige/r Vertreter*innen eingeladen werden:

  1. Frau Sabrina Veer, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Steinfurt und Sprecherin
    der Lenkungsgruppe des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Kreis Steinfurt,
  2. Marion Athmer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hörstel, insbesondere in ihrer
    Funktion als Bindeglied zwischen kommunaler Gleichstellungsarbeit und kreisweiten
    Strukturen im Bereich häusliche Gewalt,
  3. sowie Vertreter*innen der Polizei

Die eingeladenen Fachpersonen sollen insbesondere zu folgenden Punkten berichten:

  • Welche Erkenntnisse liegen zum Umfang häuslicher Gewalt in Hörstel vor und wel-
    che Einschätzungen gibt es zur Dunkelziffer?
  • Welche Aufgaben und Arbeitsweisen hat der „Runde Tisch im Kreis Steinfurt“ gegen
    häusliche Gewalt und welche Akteur*innen sind dort beteiligt?
  • Wie ist das regionale Hilfs- und Schutzsystem bei häuslicher Gewalt aufgebaut
    (Handlungsketten, Unterstützungsangebote, Herausforderungen)?
  • Wie gestaltet sich der Informations- und Austauschprozess zwischen Polizei, Kreis,
    Hilfesystemen und der Stadt Hörstel?

Auf Grundlage der vorgestellten Informationen soll der Ausschuss darüber beraten, welche Maßnahmen Verwaltung und Kommunalpolitik auf kommunaler Ebene ergreifen können, wie der Schutz von Betroffenen und potenziell Betroffenen häuslicher Gewalt in Hörstel gestärkt werden kann und ob bestehende Strukturen weiterentwickelt oder ergänzende Schritte angestoßen werden sollten.

Begründung:
Häusliche Gewalt ist ein gravierendes gesellschaftliches Problem, das auch vor Kommunen wie Hörstel nicht Halt macht. Schutzmechanismen und Präventionsangebote können nur dann wirksam gestaltet werden, wenn Politik und Verwaltung über fundierte Kenntnisse zur Situation vor Ort, zu bestehenden Hilfsangeboten sowie zu aktuellen Entwicklungen verfügen.

Die Einladung ausgewiesener Expert*innen aus dem „Runden Tisch gegen häusliche Gewalt im Kreis Steinfurt“ sowie der Polizei ermöglicht dem Ausschuss und dem Rat einen umfassenden Einblick in die regionalen Strukturen, Fallzahlen, Handlungsketten und Herausforderungen im Umgang mit häuslicher Gewalt.

Bereits die öffentliche Thematisierung in der Kommunalpolitik trägt zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit bei, stärkt die Wahrnehmung des Themas und signalisiert Betroffenen sichtbare Unterstützung. Die anschließende Beratung soll dazu dienen, konkrete kommunalpolitische Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren und den Schutz vor häuslicher Gewalt in der Stadt Hörstel nachhaltig zu verbessern.


Finanzierung:
Es entstehen keine zusätzlichen Kosten.


Nachhaltigkeit:

Beitrag zum Ziel, alle Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Graw
Fraktionsvorsitzende

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